Der Jahrgang 2012

Der Jahrgang 2013

Je nach Blütezeitpunkt hat im Frühjahr Nässe zu starker Verrieselung der Trauben geführt, in unserem Fall vor allem bei der Rebsorte Grenache in der Parzelle Grand Travers. Dadurch wurden die Trauben sehr lockerbeerig. Trotzdem war der Pilzdruck durch falschen Mehltau schon früh sehr hoch, einzelne Infektionsherde ließen sich nicht vermeiden. Die meisten befallenen Trauben trockneten später ein, aber wir mussten sehr wachsam sein, um mit Pflanzenschutz alles unter Kontrolle zu halten. Hinzu kam, dass Traubenwickler vermehrt auftraten. Auch konventionelle Winzer hatten große Probleme, bei uns war ein Teil des Carignan betroffen.

Als die Trauben Anfang September schon recht reif und damit dünnschaliger und empfindlicher waren, fielen innerhalb eines Tages fast 100 l Regen pro m2. Trockener Tramontane Wind half zum Glück, die Trauben schnell wieder zu trocknen. Allerdings verloren wir kurzfristig etwa 1% Alkohol durch die Wasseraufnahme. Wir prüften täglich den Geschmack der Trauben, den Gehalt an Aromen, die Konsistenz und Reife von Schalen, Stielen und Kernen und entschieden am Ende nach Geschmack, nicht nach Zuckergehalt.

2013 war unsere 4. Weinlese und wir haben noch nie so saftige und zugleich geschmackvolle Trauben gelesen wie in diesem Jahr. Wie immer hatten wir im Vergleich zu Deutschland reichlich Zucker bzw. später Alkohol von 14 % bis beim Grenache in der Spitze 16%. Auch in diesem Jahr waren die Erträge sehr niedrig (ca. 40hl/ha) und es entwickelten sich Weine mit viel Eleganz und Komplexität.

 
 
Mas des quernes