Der Jahrgang 2012

Der Jahrgang 2012

Nach einem auch in Südfrankreich kalten Winter trieben die Reben normal aus und blühten zum Zeitpunkt des langfristigen Mittels, also  nicht so früh wie die letzten Jahre. Doch Regen und kaltes Wetter sorgten für eine ungleichmäßige Blüte. Der Frühsommer war mäßig warm und relativ feucht. Dieses Wetter verstärkte die Gefahr für Pilzkrankheiten auf den Reben enorm. Wie schon in den Vorjahren waren die Parzellen mit der Rebsorte Carignan am anfälligsten. Agraringenieur Gwenael aus Jeans Team überwachte die Weinberge streng. Unsere Mitarbeiter leisteten tolle Arbeit und schafften es verhältnismäßig gut, die Trauben zu schützen. Wir hatten kaum Ausfälle, die befallenen Stellen sind eingetrocknet, und am Ende gingen die Trauben sehr gesund in die letzte Reife-Phase. Viele konventionell arbeitende Nachbarn hatten deutlich mehr Probleme, was allgemein für eher verhaltene Erntemengen im Languedoc sorgte.

Nach langer Trockenheit kam Ende August dann eher mehr Wasser als erhofft, an die 90l/m2 an einem Wochenende, später im September dann noch einmal 50l/m2.

Das schob den Lesezeitpunkt für die meisten Sorten immer wieder nach hinten, denn auch bei guten Zuckergehalten ernten wir stur erst dann, wenn die Trauben aromatisch perfekt sind.

Unsere Weinberge haben sich auch in diesem schwierigen Jahrgang bewährt. Sie sind gut drainiert und der Regen konnte den gesunden Trauben nichts anhaben. Die Erträge stiegen um 50% auf immer noch eher bescheidene und qualitätsfördernde 40hl/ha im Schnitt.

Wir bauten die Weine wie gehabt weitgehend nach Sorten getrennt aus, die Qualitäten sind wieder vielversprechend. Die Alkoholgehalte liegen zwischen 13 und 14,5%, die Weine sind elegant und ausgewogen und zeigen einen schönen Sortencharakter.

 
 
Mas des quernes