Biologischer Anbau

Biologischer Anbau

Dass wir unsere frisch erworbenen Weinberge direkt auf Bioanbau umstellen würden, war für uns von Anfang an klar. Besonders spannend und nervenaufreibend ist dabei die Erfahrung, wie sich ein Weinberg in solch einer Phase verhält.

Die kargen Böden werden dank der ökologischen Wirtschaftsweise wieder zu nachhaltigem Leben erweckt:
Seit dem Verzicht auf chemisch-synthetische Stickstoffdünger müssen die Reben um ihre Nahrung kämpfen, wie es ursprünglich in ihrer Natur liegt. Wir unterstützen sie durch die Düngung mit Kompost, der gleichzeitig das Bodenleben anregt.

Durch gezielte Bodenbearbeitung wurden die Böden nach 30 Jahren Verdichtung das erste Mal gelockert und belüftet. Damit wurde auch ein großer Teil der Wurzeln zerschnitten. Die Reben beginnen langsam, ihre Wurzeln tief ins Erdreich zu schlagen und sich selbst mit Nährstoffen zu versorgen. Diese Umgewöhnungsphase der Reben geht in den ersten Jahren auf Kosten des Ertrags. Um so konzentrierter und charaktervoller sind schon die Weine der ersten Jahrgänge.

Sofern es das trockene Klima im Languedoc zulässt, wollen wir eine Durchlüftung des Bodens auch durch eine vielfältige Begrünung erzielen. Wir verwenden natürlich keine Herbizide. Das bedeutet harte körperliche Arbeit, wenn man dem Unkraut zu Leibe rücken will. Auf den steilen Terrassen ist das Arbeiten mit der Motorsense kraftraubend und gefährlich.

Zum Schutz der Artenvielfalt, die sich in unseren Weinbergen wieder zu Hause fühlen soll, verzichten wir natürlich ganz gezielt auf chemisch-synthetische Insektizide und Fungizide. Wir stärken die Reben im Verlauf des Jahres mit biologischen Pflanzenstärkungsmitteln, im Notfall bekämpfen wir Rebkrankheiten wie Mehltau mit Spritzbrühen auf Kräuterbasis, gegebenenfalls auch mit Schwefel oder Kupfer. So stärken wir die Widerstandsfähigkeit der Reben und schaffen ein günstiges Klima für Nützlinge.

 
 
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